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Unterricht, offener

Offene Unterrichtsformen brauchen Ganztagsschulen –
Ganztagsschulen brauchen offene Unterrichtsformen.

Offener Unterricht will Schülerinnen und Schülern keine fertig verpackten Informationen liefern. Er fordert sie auf, ihre Lernumwelt nach ihren eigenen Interessen selbst zu gestalten.
Schule hat sich verändert. Um Kindern und Jugendlichen heute gerecht zu werden, ist es wichtig, die Wandlung von Schule als Grundlage für das Lernen im Blick zu halten. Schule und Lernen müssen sich verstärkt darum bemühen, vielfältige Möglichkeiten zu Eigentätigkeiten und wischenmenschlichem Umgang zu schaffen.
Das Schlagwort „Offener Unterricht“, stellt einen Sammelbegriff für verschiedene Reformansätze dar, entbehrt jedoch einer wissenschaftlich abgesicherten und abschließenden Definition. Allgemein handelt es sich um die Bemühung, den Unterricht methodisch zu öffnen sowie Unterrichtsinhalte, -durchführung und -verlauf an den Interessen der Schülerinnen und Schüler auszurichten und eine möglichst weitgehende selbstständige Auseinandersetzung mit dem Lerngegenstand zu ermöglichen.
Offene Unterrichtsformen bieten eine Chance, in einem dynamischen und vernetzten Prozess eine neue Unterrichtskultur zu entwickeln.
Die bekanntesten Lernformen, deren Grundstrukturen die Öffnung von Unterricht besonders gut ermöglichen, sind: Wochenplan, Werkstattarbeit, Freiarbeit und Projektarbeit.

Bedacht und geklärt werden sollte,

  • dass für offene Lernsituationen die Klassenräume in Funktionsbereiche eingeteilt werden, die mit bestimmten Arbeitsmitteln (Lehrbüchern, Spielen, Material für Werken und Kunst) ausgestattet sein müssen.
  • dass Schülerinteressen, -bedürfnisse und -initiativen zum schulischen Lernen im Unterricht zugelassen werden.
  • dass ein verändertes Verständnis der Lehrerrolle dahingehend notwendig ist, dass die Dominanz zugunsten von Beratung und selbständiger Schülerarbeit zurückgenommen wird.
  • dass der Stundenplan umgestellt werden sollte.
  • dass die Umstellung des Unterrichts viel zusätzliche Arbeit bereitet.
  • dass entsprechende Fortbildungen angeboten werden müssen.

Bewährt hat sich,

  • die offenen Unterrichtformen dem Gesamtkonzept der Schule anzupassen.
  • dass nicht jede Unterrichtsstunde Offenen Unterricht bedeuten muss, aber eine Ausgangsbasis für veränderte Unterrichtformen darstellen kann.
  • die Eltern einzubeziehen.
  • die Planung sowie die Erstellung der Materialien im Lehrerteam erfolgen zu lassen.

Petra Rechenbach


Links, Literatur und best practice

www.ganztaegig-lernen.de
Unterricht ist einer der Schwerpunkte des Programms „Ideen für mehr! Ganztägig lernen“

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