zur Startseite



Soziale Schulqualität

Schulische Leistungen hängen nicht allein von der Qualität
des Unterrichts ab, sondern auch von den sozialen Bedingungen,
die an einer Schule zu finden sind.

Die soziale Schulqualität beinhaltet verschiedene Aspekte: Wie gehen Schülerinnen und Schüler miteinander um? Wie ist das Verhältnis zwischen Schüler/innen und Lehrkräften? Gibt es genug Freizeitangebote? Findet neben dem Unterricht so etwas wie „Schulleben“ statt? Haben die Kinder und Jugendlichen Mitspracherechte? Gerade solche Mitbestimmungsrechte von Schülerinnen und Schülern, die Erfolgserlebnisse ermöglichen und das Gemeinschaftsgefühl und die Solidarität unter ihnen begünstigen, haben Auswirkungen auf die Lernmotivation und somit auf das Lernen an sich. Besonders der Umgang miteinander und die Möglichkeiten der Schülerinnen und Schüler zur Mitsprache prägen die soziale Schulqualität. Dabei kann sich die Mitbestimmung auf verschiedene Bereiche erstrecken. Sie kann von der Auswahl bestimmter Themen im Unterricht, der Gründung von AGs, der Gestaltung von Klassenräumen bis hin zur Mitgestaltung der Hausordnung und einer Vertretung der Schülerinnen und Schüler in Gremien etc. reichen. Wer an der Schule mitbestimmen darf, trägt im Gegenzug auch mehr Verantwortung. Es entspricht der Alltagserfahrung, dass man auf eigene Sachen oft besser aufpasst und sorgfältiger mit ihnen umgeht als mit fremdem Eigentum. Ob und in welchem Maße man sich für seine Schule einsetzt, hat also etwas mit Schulverbundenheit zu tun.

Bedacht und geklärt werden sollte,

  • dass für die Schülerinnen und Schüler häufig die soziale Kompetenz der Lehrkräfte eine entscheidende Rolle spielt. Wichtig ist hierbei, ob die Lehrerin/der Lehrer auf Fragen eingeht, gerecht ist, die Mitgestaltung des Unterrichts zulässt, die Bedürfnisse von Schwächeren berücksichtigt und auch nach Unterrichtende für schulische und persönliche Fragen zur Verfügung steht.
  • auch nicht pädagogisches Personal in die Überlegungen zur sozialen Schulqualität mit einzubeziehen.
  • dass der Klassenzusammenhalt aus Schülersicht ein wichtiges Kriterium für soziale Schulqualität darstellt.

Bewährt hat sich,

  • die Mitbestimmungsrechte von Schülerinnen und Schülern auszubauen.
  • Kindern und Jugendlichen in verschiedenen Bereichen die Möglichkeit zu geben, Verantwortung zu übernehmen.
  • den Schülerinnen und Schülern Handlungsspielräume und Wahlmöglichkeiten einzuräumen.
  • die schulischen Regeln unter Einbeziehung aller Beteiligten der Schule auszuhandeln und sie konsequent zu handhaben.
  • die Eltern in Entscheidungen einzubeziehen.
  • Maßnahmen zur Gewaltprävention durchzuführen.
  • eine konstruktive Konfliktkultur zu entwickeln und zu pflegen.

Ulrich Geisler


Links, Literatur und best practice

www.ibbw.de/projekte/unsere_schule
Projekt des IBBW e.V. zur Sozialen Schulqualität

www.schuelerpartizipation.de
Das Projekt „Schulqualität als Präventionsstrategie – Schülermultipli- katoren gegen Gewalt und Kriminalität“

GEW Logobmbf Logowochenschauverlag Logo
SucheDruckversion
Suche,Druckversion