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Schulleitung

Ganztagsschule stellt hohe Anforderungen
an die Managementfähigkeit der Schulleitung.

Schulleiterinnen und Schulleiter sollen mit einer klaren und entwicklungsorientierten Vorstellung die pädagogische Qualitätsentwicklung (an-)leiten. Dies betrifft in der Ganztagsschule den Vor- und Nachmittagsbereich. Niemand bezweifelt, dass die Schulleitung und die sie ausübenden Personen eine zentrale Rolle in der Schule spielen. Umstritten ist jedoch, welchen empirisch feststellbaren Beitrag der Schulleiter oder die Schulleiterin zum Ergebnis der Arbeits-und Lernprozesse in der Schule leistet. Noch komplexer wird diese Fragestellung, wenn man Ganztagsschulen betrachtet.
Die Diskussion lässt sich allerdings mit den Ergebnissen neuerer Untersuchungen zur Schulleitungstätigkeit entschärfen. Diese arbeiten im Wesentlichen den indirekten Beitrag der Schulleitung zum Funktionieren und zur erfolgreichen Organisation der Lernprozesse in der Schule heraus. Neben der Entwicklung der Organisation muss die Schulleitung an der Ganztagsschule auch die besonderen Herausforderungen in Hinblick auf Personalentwicklung und den Bereich der Entwicklung der Bildungsangebote im Blick haben.

Bedacht und geklärt werden sollte,

  • wie durch ein gutes Management in der Schule ein reibungsloser und effektiver Ablauf der Arbeit, der unterschiedlichen Angebote und der Verzahnung des Vor- und Nachmittags gewährleistet werden kann.
  • wie Aufgaben verteilt und delegiert werden können.
  • wie die pädagogische Qualitätsentwicklung sichergestellt werden kann und zugleich u.a. die Leitung von Diskussionen und Entscheidungsprozessen, die Beurteilung und Festlegung von Unterrichtsprogrammen, die Anleitung der Selbstevaluation, das Führen von Arbeits- und Beurteilungsgesprächen und die Vorbereitung externer Evaluationen organisiert werden können.
  • wie die Gestaltung von Bildungsangeboten im Allgemeinen und des Unterrichts im Besonderen, d.h. der Prozess der Reflexion der kollektiven und individuellen Beiträge zu den Bildungs- und Unterrichtsangeboten und ihrer Effekte im Rahmen von Selbstevaluation in Gang gebracht und koordiniert werden können.

Bewährt hat sich,

  • Führung der Schule im Sinne von „leadership“ zu verstehen, also ein auf Expertenwissen begründetes Leitungshandeln unter dem Anspruch der Innovation und Entwicklung zum bestimmenden Faktor zu machen.
  • der Personalentwicklung, d.h. der Qualifizierung, Rekrutierung, dem sinnvollen Einsatz und der Weiterentwicklung des schulischen Personals erhöhte Aufmerksamkeit zu widmen.
  • eine Budgetverwaltung in Form der flexiblen und eigenverantwortlichen Haushaltsführung im Sinne von Betriebsleitung und Vermögensverwaltung einzurichten.
  • einen Organisationsplan zu entwickeln, in dem festgelegt wird, wer im Schulleitungsbereich welche Aufgaben hat.
  • mindestens einmal wöchentlich eine Sitzung der engeren Schulleitung durchzuführen und einmal monatlich eine Sitzung der erweiterten Schulleitung, an der auf Wunsch auch ein Vertreter der freien Träger, die im Nachmittagsbereich mitarbeiten, teilnehmen kann.

Hermann Pfeiffer

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