
![]() | Schüler helfen Schüler Die Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern sind eine wichtige Ressource für die Stützung und Gestaltung des Schulalltags der Ganztagsschule. Die Ganztagsschule bietet Gelegenheit, Altersheterogenität kreativ und produktiv zu nutzen. Die Einbindung von Schülerinnen und Schülern in den Ablauf des Schulalltags wirkt sich entlastend auf die Schulorganisation aus und ist eine sinnvolle und praktische Form, Eigenverantwortung zu lernen. Für manche Schülerinnen und Schüler kann sie der erste Schritt in die Berufswelt sein. Kinder und Jugendliche können im Schulalltag notwendige Aufsichtsfunktionen übernehmen (z.B. Türdienste, Essensausgabe, Bewegungspause, Spieleausgabe) oder mit pädagogischen Aufgaben betraut werden (z.B. im Rahmen der Nachmittagsbetreuung, als Paten oder als Sporthelfer). Ältere Schülerinnen und Schüler haben eine Vorbild- und Interventionsfunktion, die sich die Ganztagsschule im Sinne einer produktiven Konfliktbearbeitung zu Nutze machen kann (z.B. im Rahmen eines Schulschlichterprogramms). Dies ist einfacher zu verwirklichen, wenn der Schulalltag nicht auf 5-6 Stunden komprimiert ist, sondern Freizeit und außerunterrichtliche Felder einschließt. Die Übernahme von Verantwortung ist nicht nur eine organisatorische Maßnahme. Sie muss ebenso erlernt werden wie andere Qualifikationen auch. Die Ausbildung von Schülerhelfern bietet sich als Kooperationsprojekt mit Jugendhilfeverbänden an, die im Jugendring zusammengeschlossen sind. Mit der Jugendgruppenleiter-Ausbildung wurde eine bundesweit gültige Form der Qualifizierung entwickelt, die mit dem Erwerb der „JuLeiCa“ (Jugendleitercard) abschließt. Diese Ausbildung befähigt auch zum Einsatz im Schulalltag, zumal sie praktische ehrenamtliche Tätigkeiten einschließt. Die Übernahme von Verantwortung ist eine Leistung und insofern zwingender Bestandteil jeder Leistungsbeurteilung. Sie gehört ins Zeugnis und dokumentiert die Bereitschaft der Schülerinnen und Schüler, Verantwortung zu übernehmen. Dies kann für potentielle Ausbildungsstätten ein entscheidendes Einstellungskriterium darstellen. Insbesondere als Qualifikationsnachweis auf dem Weg in pädagogische Berufe ist die Jugendgruppenleiter-Ausbildung empfehlenswert. Bedacht und geklärt werden sollte,
Bewährt hat sich,
Michel Boltz Links, Literatur und best practice Lindner Maria/Walter, Manfred/Wüllner, Brigitte: Schulschlichtung – Schlichterschulung. Bielefeld 1997 (siehe auch: www.homes.uni- bielefeld.de/areichs/Schlichtung4.htm) www.bjr.de/juleica/juleica.html Bayerischer Jugendring, Infos zur Jugendleiter-Card | |||||
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