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Räume

Räume sind gemauerte Pädagogik.

Mit dem Investitionsprogramm des Bundes zum Ausbau von Ganztagsschulen gibt es die Möglichkeit, vorhandene Schulgebäude umzubauen, zusätzliche anzubauen oder das Außengelände neu zu gestalten. Optimal ist es, wenn die Pädagogik und das Schulprogramm die Architektur sowie die Raumgestaltung und -nutzung bestimmen. Dabei gibt es verschiedene Anforderungen und Nutzungsarten: Unterrichtsräume, Fachräume/Werkstätten, den Verpflegungs- (Mensa, Cafeteria, Kiosk), Medien- (Computerraum, Bibliothek, Schulkino usw.) und Lernbereich (Hausaufgabenraum, Einzelarbeitsplätze usw.), den Bereich der Schulsozialarbeit (Beratungszimmer, Raum für Gruppenarbeit), den Freizeitbereich mit Spiel (Spielothek), Bewegung und Sport (Toberaum, Tischtennis, Billard), Begegnung (Disco, Jahrgangsräume, Cafeteria) und Rückzug (Ruheraum, Mädchentreff, Ecken und Nischen) sowie Außenanlagen (Sitzgelegenheiten, Klettergerüste, Liege- und Spielwiese, Schulgarten, Schlenderweg) und Räume für Lehrkräfte (Teamräume, Einzelarbeitsplätze).

Bedacht und geklärt werden sollte,

  • wo und wie der Freizeitbereich in das Schulgebäude integriert werden soll (zentrale oder viele vereinzelte Räumlichkeiten etc.). Dabei sind Vor- und Nachteile (z.B. erhöhter Bedarf an Aufsicht, Lärmpegel usw.) zu beachten.
  • ob Räume eine doppelte Funktion haben können (z.B. Bibliothek und Hausaufgabenraum, Aula als Raum für Bewegungsspiele in den Pausen).
  • wie durch eine durchdachte Planung lange Wege für Schüler/innen und Lehrkräfte vermieden werden können.

Bewährt hat sich,

  • umgewidmete Unterrichtsräume durch den Einbau von Trennwänden und Podesten attraktiver zu gestalten (z.B. zur Schaffung von Einzelarbeitsplätzen).
  • Schülerinnen und Schüler in die Planung und Gestaltung mit einzubeziehen. So können die Akzeptanz erhöht und Vandalismusschäden minimiert werden.
  • mit schulfremden Personen einen Rundgang durch die Schule zu machen. Oftmals haben diese einen frischeren Blick und entdecken bisher ungenutzte Möglichkeiten.
  • besondere Sorgfalt auch bei der Gestaltung, Platzierung (ruhige Lage) und Ausstattung (Einzelarbeitsplätze mit PC) der Arbeitsräume für Lehrkräfte walten zu lassen.

Bernhard Eibeck/Sarah Holze

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