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| Personalentwicklung
Personalentwicklung ist mehr als Fortbildung. Sie zielt auf die Integration der Kooperationspartner ab.
Ganztagsschulentwicklung ist als eine ganzheitliche Entwicklung zu verstehen, die alle daran Beteiligten einbezieht. Personalentwicklung ist ein zentrales Element von Ganztagsschulentwicklung. Eine erfolgreiche Ganztagsschule zeichnet sich u.a. durch die Qualifikation, die Kooperations- und Teamfähigkeit, die sozialen Kompetenzen und die Identifikation aller dort tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit dem Anliegen „ihrer“ Schule aus. Doch eine Schule mit verschiedensten Professionen ist nicht automatisch eine funktionierende Gemeinschaft. In zukünftigen Personalentwicklungskonzepten ist daher die Qualifikation der unterschiedlichen Professionen ein wesentliches Element. Bestehende oder vorherrschende Ressentiments bezüglich der Kompetenzen zwischen Lehrenden und sozialpädagogischen Fachkräften müssen ebenfalls durch Maßnahmen aktiver Personalentwicklung aufgebrochen werden. Hierzu gehören u.a. Personalentwicklungsgespräche und Zielvereinbarungen. Um gezielte Personalentwicklung an Ganztagsschulen zu gestalten, ist es notwendig, Qualitätsstandards für die Fort- und Weiterbildung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu schaffen. Die konzeptionelle Eingliederung der aktiven Elternmitarbeit (z.B. im Freizeitbereich) und des außerschulischen Betreuungspersonals (z.B. ehrenamtliche Trainer von Sportvereinen) in das Personalentwicklungskonzept ist ein weiterer Bestandteil einer funktionierenden Personalentwicklung an Ganztagsschulen. Gefordert sind in Zukunft auch gemeinsame Ansätze von außerschulischen Institutionen und Ganztagsschulen zur Personalentwicklung, die sich nach dem Ganztagskonzept und den Notwendigkeiten der zu qualifizierenden Mitarbeiter richten. Zudem scheint es ergänzend sinnvoll zu sein, für außerschulische Fachkräfte, ehrenamtliche Mitarbeiter/innen und aktive Eltern ein Qualifikationsprogramm zu erstellen, das die Integration in das Ganztagskonzept einer Schule und das pädagogische Handlungswissen mit dem Fachwissen für den Ganztagsschuleinsatz verbindet. Darüber hinaus müssen die Lehrkräfte auf die Kooperation mit neuen Partnern vorbereitet werden. Personalentwicklung in der Ganztagsschule ist keine Einbahnstraße, sondern eine Anforderung an Lehrkräfte, Schulsozialarbeiter/innen und Mitarbeiter/innen der Jugendhilfe. Nur ein gemeinsames Handeln nach gemeinsamen Leit- und Grundsätzen ermöglicht eine entspannte Lehr- und Lernatmosphäre und führt zu einem von allen Seiten geachteten „Lebenshaus Ganztagsschule“.
Bedacht und geklärt werden sollte,
- welche Professionen im Ganztag mitarbeiten und wie sie eingebunden sind.
- wie die Ideen, Konzepte und Berufsbilder der vielen unterschiedlichen Berufsgruppen in Hinblick auf den Ganztag einen gemeinsamen Fokus finden können.
- Austausch, Koordination und Kooperation zu fördern.
- dass ein Fortbildungskonzept mit den und für die an Ganztagsschule Beteiligten erstellt wird.
Bewährt hat sich,
- Steuergruppen zur Koordination des Ganztags einzuführen, die auch die Personalentwicklung im Blick haben.
- gezielte interne Personalentwicklungsmaßnahmen mit den Gremien der Schulen abzustimmen.
- alle Projekte nach einem vorher festgelegten Zeitrahmen zu evaluieren, um sichtbar werdende neue (Personal-)Ressourcen besser in den Ganztagbetrieb integrieren zu können.
- Schüler/innen, Lehrkräfte, Eltern, pädagogische sowie außerschulische Angestellte gleichermaßen in der Personal- und damit in der Schulentwicklung zu berücksichtigen.
- gemeinsam mit dem Kollegium bzw. den Gremien der schulischen Personalvertretung klare Anforderungsprofile zu formulieren, nach denen u.a. Neueinstellungen ausgesucht werden.
Thomas Schnetzer
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