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Öffentlichkeitsarbeit

Klappern gehört zum Handwerk:
Öffentlichkeitsarbeit legt die Basis für die Akzeptanz
der Ganztagsschule in der Öffentlichkeit.

Öffentlichkeitsarbeit ist mehr als Pressearbeit, auch wenn diese ganz sicher ein zentrales Element von Öffentlichkeitsarbeit darstellt. Zu ihr gehören aber weiterhin: die Präsenz im Internet, die Selbstdarstellung im Schulprogramm, die Einbindung der Eltern, die Kontakte zu Sponsoren, Einrichtungen und Betrieben des Stadtteils, Ausstellungen von Schülerarbeiten innerhalb und außerhalb des Schulgebäudes, Praktika, Austausch und die Teilnahme an Wettbewerben. Formen der Schüleraufnahme und -verabschiedung sind ebenso Teil der Öffentlichkeitsarbeit wie die Begrüßung neuer Lehrkräfte und die Verabschiedung jener Kolleginnen und Kollegen, die die Schule verlassen. Ein weiterer wichtiger Punkt ist das Erscheinungsbild der Schule. Dazu zählen sowohl die Räume und das Gebäude als auch die pädagogische und fachliche Arbeit sowie Umgangsformen und Verhalten in der inner- und außerschulischen Öffentlichkeit.
Unterschieden wird zwischen der inneren und äußeren Öffentlichkeitsarbeit. Öffentlichkeitsarbeit beginnt mit der Präsentation von Unterrichts- und Projektergebnissen in der einzelnen Unterrichtsstunde und reicht bis zu Details wie der einheitlichen Gestaltung von Briefpapier und Informationsmaterialien. Hier spielt der Wiedererkennungswert eine wichtige Rolle. Es ist notwendig, der Öffentlichkeit ein in sich stimmiges Gesamtbild der Schule zu vermitteln. Bei Ganztagsschulen stehen dabei neben dem Unterricht und den Elementen der Schulkultur, die auch in Halbtagsschulen zu finden sind, die spezifische Qualität der Nachmittagsgestaltung (bei offenen Ganztagsschulen) bzw. die Gestaltung der diversen schulischen Angebote über den Tag im Vordergrund. Es sollte sowohl für den Unterrichtsbereich als auch für den AG- und Freizeitbereich selbstverständlich sein, sich und seine Arbeit nicht nur am Tag der offenen Tür zu präsentieren.

Bedacht und geklärt werden sollte,

  • wer Kontakt mit der örtlichen Presse hält.
  • über welche Schulveranstaltungen die Presse informiert wird.
  • ob es möglich ist, eine AG mit Aufgaben aus dem Bereich der Öffentlichkeitsarbeit zu betrauen.
  • welches Bild die Schülerinnen und Schüler von ihrer Schule haben.
    Dieses Bild wird auch das bestimmende Bild.
  • wie allen Mitgliedern der Schulgemeinde vermittelt werden kann, dass jeder für sich einen Teil der Öffentlichkeitsarbeit zu leisten hat.
  • ob der Informationsfluss innerhalb der Schule, zwischen Schule und schulischen Partnern sowie zwischen Schule und Presse gut geregelt ist. Sich gut informiert zu fühlen, ist in allen Bereichen die Grundlage für ein gutes und konstruktives Miteinander.
  • wie – nicht ob – sich die einzelnen Fächer, Jahrgänge, Bereiche etc. an der Öffentlichkeitsarbeit beteiligen können.

Es hat sich bewährt,

  • wenn es einen Beauftragten/eine Beauftragte für Öffentlichkeitsarbeit gibt.
  • Ausstellungsflächen und Vitrinen in verhältnismäßig kurzen Abständen immer wieder neu zu bestücken (z.B. alle zwei bis drei Monate) und dies nicht nur dem Kunstbereich zu überlassen.
  • ein Schullogo zu entwickeln, damit visuelle Formen der Schulpräsentation in der Öffentlichkeit eine gewisse Einheitlichkeit besitzen.
  • rechtzeitig einen Jahresplan aufzustellen und zu veröffentlichen, in dem alle schulischen Aktivitäten wie Feste, Projektwochen, Austausch, Konzerte, Preisverleihungen etc. notiert sind.
  • die Pressevertreter rechtzeitig einzuladen (mindestens eine Woche vorher).
  • das Engagement von Eltern, Ehrenamtlichen, Sponsoren etc. öffentlich zu würdigen.

Katrin Höhmann/Nicole Kummer


Links, Literatur und best practice

Mittelstädt, Holger: Praxishandbuch Öffentlichkeitsarbeit von Schulen. Berlin 2000


Links, Literatur und best practice

Mittelstädt, Holger: Praxishandbuch Öffentlichkeitsarbeit von Schulen.
Berlin 2000

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