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Koordination, schulintern

Ganztagsschule braucht eine Koordinationsstelle,
die den Überblick über den gesamten Ganztagsbetrieb hat
und diesen gestaltet.

Die Vielfalt möglicher Angebote, die Rhythmisierung in der gebundenen Ganztagsschule und die nachmittägliche Angebotsstruktur offener Ganztagsschulen, Wahlverfahren, die Zusammenarbeit mit Eltern, Ehrenamtlichen, Vereinen und freien Trägern: Dies alles bedarf der Koordination und muss organisiert werden. Doch wer koordiniert Ganztagsschule? Meistens schultern Mitglieder der Schulleitungen diese Aufgabe. Es sind jedoch auch andere Modelle denkbar und vermutlich effektiver. So koordinieren den Nachmittagsbereich an nordrhein-westfälischen Gesamtschulen häufig sozialpädagogische Fachkräfte. Manche Schulträger haben veranlasst, dass eine Schule nicht mit so vielen Trägern verhandeln muss, wie sie Angebote unterbreiten will, sondern nur ein Träger hauptverantwortlich ist und mit der Schule kooperiert. Dieser nimmt dann mit anderen Trägern Kontakt auf, damit ein vielfältiges Angebot gewährleistet werden kann.
Was innerschulische Koordinationsstrukturen angeht, so ist zwischen kleinen und großen Schulen zu unterscheiden. An kleinen Schulen kann die Koordination von einem Schulleitungsmitglied in Zusammenarbeit mit ein bis zwei Kolleginnen und Kollegen geleistet werden. Grundsätzliches wird hier in Gremien wie der Schulkonferenz diskutiert und bestimmt. In großen Schulen empfiehlt es sich, eine Steuer- bzw. Koordinationsgruppe für die verschiedenen Anliegen, Angebote und Anforderungen einzusetzen. In dieser Runde sollte ein Schulleitungsmitglied vertreten sein. Über die Steuergruppen können dann je nach Notwendigkeit die Fachkonferenzen angesprochen, die Teams einbezogen, ein Arbeitskreis aus Schulvertretern und freien Trägern gebildet, mit den sozialpädagogischen Fachkräften, die den Nachmittag koordinieren, Kontakt gehalten oder mit jenem Eltern-/Lehrerkreis ein Austausch organisiert werden, der die Ehrenamtlichen betreut. Die Steuergruppe achtet außerdem darauf, dass die Qualifizierung der Ganztagsschulmitarbeiter/innen nicht aus dem Blick gerät.

Bedacht und geklärt werden sollte,

  • dass ein zentrales Gremium gebildet werden muss, in dem die Fäden zusammenlaufen.
  • wer in diesem Gremium sitzt. Dies hängt von der Struktur der Schule ab.
  • dass Ganztag eine Aufgabe der ganzen Schule ist.
  • wer welche Detailarbeit macht.
  • dass es einen Organisationsplan gibt, aus dem hervorgeht, wie Zuständigkeiten geklärt sind.
  • dass Strukturen vereinfacht werden. Es hat wenig Sinn, dass die Schulleitung einer kleinen Schule mit unterschiedlichsten Anbietern für den Nachmittag verhandeln muss.
  • wie die Steuergruppe zusammengesetzt sein sollte, damit eine große Akzeptanz in der Schule erreicht wird.
  • wie und von wem die Arbeit der Steuergruppe evaluiert werden
    sollte.

Bewährt hat sich,

  • dass die Steuer-/Koordinationsgruppe mindestens einmal im Monat tagt.
  • dass der Personenkreis innerhalb der Steuergruppe nicht zu groß ist und es wenig Fluktuation gibt, damit eine große Kontinuität im Arbeitsprozess gewährleistet werden kann.
  • dass sich alle Mitglieder der Schulgemeinde gut informiert fühlen und die Koordination sehr transparent und klar strukturiert ist.

Katrin Höhmann

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