
![]() | Heterogenität Heterogenität ist eine Ressource, die im Sinne ganztägiger Bildung produktiv genutzt werden kann. Heterogenität ist ein multifaktorielles Phänomen: Alter, Geschlecht, sozialer, familiärer, ökonomischer und kultureller Hintergrund, biografische Erfahrungen, psychische und physische Konstitution, Sprachenkompetenz, Migrations- und Bildungshintergrund, Interessen und Begabungen sind zentrale Determinanten schulischen Lernens und schulischer Leistung. Ganztagsschule hat die Möglichkeit, dem traditionellen Ansatz, überwiegend defizit- und ausleseorientiert mit Schülerinnen und Schülern und deren Fähigkeiten und Kompetenzen umzugehen, einen stärkenorientierten Ansatz entgegenzusetzen – zumindest im Zusammenhang mit den vielfältigen Angeboten im Freizeit- und AG-Bereich. Wichtig ist ein Perspektivenwechsel im Sinne des Prinzips der Inklusion. Dies bedeutet, den Fokus auf die Stärken, Kompetenzen und Ressourcen zu legen, die jeder Schüler und jede Schülerin mitbringt, und den Blick abzuwenden von jener Haltung, die nur nach Problemkonstellationen Ausschau hält. Die Reduzierung von Integration auf die Anpassung von Randgruppen an eine gesellschaftliche Norm wird dadurch vermieden. Dass die Vielfalt der Menschen, die in einer Schule zusammenkommen, auch Konflikte und Probleme mit sich bringt, darf dabei nicht verleugnet, sondern muss bewusst thematisiert werden. Miteinander zu leben, zu lernen und einander als unterschiedliche, aber gleichwertige und wertvolle Individuen anzusehen, ist ein zentrales Ziel von ganztägiger Bildung und Erziehung. Heterogenität ist grundsätzlich als Pfund zu verstehen, mit dessen Hilfe eine Schule wuchern kann. Die Chance der Ganztagsschule liegt in dieser Heterogenität und in ihrem Nutzen für die Schulkultur, die pädagogische Arbeit, die Unterrichtsinhalte und sonstige Bildungsangebote. Bedacht und geklärt werden sollte,
Bewährt hat sich,
Christine Hesener/Katrin Höhmann Links, Literatur und best practice www.netzwerk-heterogenitaet.de Netzwerk Lehren und Lernen in heterogenen Gruppen, eine Seite der GEW zum Thema mit Praxisbeispielen, ExpertInnen, Material u.a. Graumann, Olga: Gemeinsamer Unterricht in heterogenen Gruppen. Von lernbehindert bis hochbegabt. Bad Heilbrunn 2002 Heinzel, Friederike/Prengel, Annedore (Hrsg.): Heterogenität, Integration und Differenzierung in der Primarstufe. Jahrbuch Grundschulforschung Bd. 6. Opladen 2002 Heyer, Peter/Sack, Lothar/Preuss-Lausitz, Ulf (Hrsg.): Länger gemeinsam lernen. Positionen – Forschungsergebnisse – Beispiele. Beiträge zur Reform der Grundschule Bd. 115. Hrsg. vom Grundschulverband – Arbeitskreis Grundschule e.V. Frankfurt/M. 2003 Huber, Ludwig/Wenzel, Anne (Hrsg.): „Wir sind alle gleich. Wir sind alle verschieden.“ Erfahrungen im Umgang mit Heterogenität in der Sekundarstufe II. AMBOS (Arbeitsmaterialien aus dem Bielefelder Oberstufenkolleg) 41. Selbstverlag Oberstufenkolleg. Bielefeld 1996 (siehe auch www.laborschule.de) | |||||
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